DB und EVG: Tarifabschluss steht • Löhne steigen um 5,1 Prozent in zwei Stufen

DB-Personalvorstand Weber: Faires Ergebnis nach hartem Ringen • wirtschaftlich an der Grenze dessen, was möglich ist • Tarifvertrag „Arbeit 4.0“ soll veränderte digitale Arbeitswelt gestalten

(Berlin, 27. Mai 2015)  Die Deutsche Bahn und die EVG haben sich heute auf einen umfassenden Tarifabschluss unter anderem mit einer Lohnerhöhung von insgesamt 5,1 Prozent in zwei Stufen geeinigt.

„Der Tarifabschluss ist angesichts der schwierigen Wettbewerbssituation unserer Geschäfte ein Kompromiss an der Grenze dessen, was möglich ist. Damit erkennen wir die gute Leistung unserer Mitarbeiter an“, sagte DB-Personalvorstand Ulrich Weber nach der Schlussverhandlung in Berlin.

Die Einkommen steigen in zwei Stufen um insgesamt 5,1 Prozent. Zum 1. Juli 2015 werden die Löhne um 3,5 Prozent erhöht, mindestens um 80 Euro. Am 1. Mai 2016 steigen die Einkommen um 1,6 Prozent, mindestens 40 Euro. Der Tarifvertrag läuft bis 30. September 2016. Dazu kommt eine Einmalzahlung, auf die die bereits gezahlten Vorschusszahlungen angerechnet werden. Damit werden im Juli an alle in die Tarifrunde einbezogenen Mitarbeiter noch 350 Euro ausgezahlt.

Mit dem Abschluss ist die Forderung nach einer Gleichbehandlung der Dienstleistungs-Mitarbeiter beim Laufzeitende und bei den Erhöhungsschritten erfüllt. Damit erhöht allerdings der Tarifabschluss den Druck in den betroffenen Gesellschaften in einem ohnehin angespannten Wettbewerbsumfeld nochmals erheblich.

Weiter haben DB und EVG einen Tarifvertrag „Arbeit 4.0“ unterzeichnet. Ziel ist, die rapiden Veränderungen der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung gemeinsam und aktiv zu gestalten. Verständigt haben sich DB und EVG ebenfalls über die Einführung eines neuen flexibleren Vergütungssystems zum 1. Januar 2016.

Zudem wurde für EVG-Lokführer ein Tarifvertrag abgeschlossen. DB und EVG verfolgen einvernehmlich weiterhin das Ziel, auch künftig kollidierende Tarifregelungen auszuschließen.

Einzelheiten:

- Tarifvertrag für EVG-Lokomotivführer: Als Konsequenz aus der Forderung, auch für Lokführer verhandeln zu wollen, haben DB und EVG einen Tarifvertrag geschlossen. Die bislang bestehenden Regelungen für DB-Lokführer werden widerspruchsfrei in das Tarifwerk der EVG übersetzt. Bis zum Sommer 2014 hatte für die Gruppe der Lokführer ausschließlich die GDL das Verhandlungsmandat.

- Weniger Belastung: Um Belastungen zu reduzieren und die Vereinbarkeit von Beruf und Biografie weiter zu stärken, wird die bisherige Struktur der Arbeitszeitkonten überarbeitet. Durch eine stärkere Nutzung des Langzeitkontos sollen DB-Mitarbeiter ihre Arbeitszeit noch flexibler und individueller gestalten können.

- Transportlogistiker: Für Lokrangierführer wird ein erweitertes Berufsbild geschaffen: die Entwicklung zum Transportlogistiker. In den vergangenen Jahren sind zusätzliche Aufgaben hinzugekommen. Das neue Berufsbild eröffnet Lokrangierführern die Chance, sich über technische und vertriebliche Qualifikationen beruflich weiter zu entwickeln.

Für aktuelle Informationen, Themendienste und Statements zur DB-Tarifrunde 2014/2015 siehe: www.deutschebahn.com/tarifrunde

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