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Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern im Juli PDF Drucken E-Mail

Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern beginnen im Juli. Die Arbeitgeberseite strebt eine zeitnahe Einigung an.


(Berlin) Die Tarifrunde beginnt: Die Gewerkschaften kündigten fristgerecht zum 31. Juli die im Januar 2009 vereinbarten Tarifverträge. Diese waren unter anderem Grundlage für die Erhöhung der Tarifentgelte ab Februar 2009 um 2,5 Prozent sowie ab Januar 2010 um weitere 2 Prozent. Demnach stiegen die Entgelte insgesamt um 4,5 Prozent und damit deutlich stärker als die Inflation in den Jahren 2009 und voraussichtlich 2010.

 

Durch die Kündigung der Tarifverträge müssen die Tarifparteien über bestimmte Tarifregelungen verhandeln, die dann ab August gelten. Auf Arbeitgeberseite verhandelt der Arbeitgeberverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv MoVe). Die Arbeitnehmer der Bahnunternehmen werden von der Tarifgemeinschaft Transnet und GDBA (TG) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vertreten. Die Tarifzuständigkeit der Gewerkschaften ist dabei klar aufgeteilt. Die GDL verhandelt für die Lokomotivführer, die TG für alle anderen Beschäftigtengruppen.

 

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Berufsgruppen bei der Deustchen Bahn

 

Für die Tarifrunde 2010 haben TG und GDL ihre Forderungen bereits erhoben. Dabei wurde deutlich, dass es den Gewerkschaften nicht nur um eine Einkommenserhöhung geht. Auch andere Beschäftigungsbedingungen aus den Bereichen Sozialpolitik oder Zulagenstruktur sollen thematisiert werden. Die Unternehmen des DB-Konzerns und der Agv MoVe werden nach sorgfältiger Bewertung mit beiden Tarifpartnern Anfang Juli erste Gespräche aufnehmen.


Das Ziel der Arbeitgeberseite ist es, möglichst zeitnah einen Abschluss zu erzielen, der sowohl den berechtigten Interessen der Beschäftigten als auch den Erfordernissen der Unternehmen gerecht wird. Das bedeutet auch, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angemessen zu berücksichtigen.
Schließlich ging die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2009 auch an den Unternehmen der DB nicht spurlos vorüber. Die Dienstleistungen der Bahn wurden deutlich weniger in Anspruch genommen. Erstmals seit 2002 verlor die Schiene Marktanteile an den Lkw. Der Schienengüterverkehr wird den Stand von 2008 voraussichtlich erst wieder 2014 erreichen. Im Personenverkehr haben die Menschen in Deutschland erstmals nach mehreren Jahren wieder stärker ihre Privatfahrzeuge genutzt, die öffentlichen Anbieter haben Marktanteile verloren. Insgesamt wird es deshalb darum gehen müssen, einen Tarifabschluss zu erzielen, der die Wettbewerbsfähigkeit der Bahnunternehmen nicht gefährdet und damit die Arbeitsplätze für alle Beschäftigten langfristig sichert.

 

 

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